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Otto Krohne

Alphabetische Liste (KSCV)

Otto Krohne

Otto Krohne

Bavaria Würzburg

* Erfurt 29. 5. 1868
† Berlin-Lichterfelde 20. 12. 1928

Stud. med. in Würzburg, war ab 1911 Leiter der Medizinalabteilung im Preußischen Ministerium des Innern in Berlin, 1912 Geh. Medizinalrat, Geh. Obermedizinalrat im Ministerium für Volkswohlfahrt. K. machte sich u. a. einen Namen als Rassenhygieniker und gründete 1920 den "Beirat für Rassenhygiene", später "Ausschuss für Rassenhygiene und Bevölkerungswesen" beim preußischen Landesgesundheitsamt. K. trat als Präsident an die Spitze des Ausschusses. 1924 wurde er stellv. Vorsitzender des preußischen Landesgesundheitsamts und Vorsitzender der Kommission für die Staatsprüfung der Apotheker. 1926 Ministerialdirektor und Leiter der Medizinalabteilung des Ministeriums für Volkswohlfahrt und damit oberster Medizinalbeamter Preußens.

Seit 1914 war K. stellvertretender Vorsitzender des Teltower Bezirksverbandes alter Corpsstudenten. Auf Verbandsebene widmete er sich besonders der Frage sportlicher Betätigung während der Aktivität. Trotz Befürwortung als Ausgleich für den fehlenden Wehrdienst wandte er sich gegen ein überzogenes Leistungsprinzip im Sport, in dem er eine Gefahr für den Einzelnen wie für das Ganze sah. Zugleich warnte er vor dem übermäßigen Alkoholgenuss und war einer der Wegbereiter für die 1928 beschlossene Aufhebung des Trinkzwangs. Daneben zielte sein Bestreben auf eine Verbreiterung der geistigen Interessen des Corpsstudententums; u. a. unterstützte er den Gedanken der staatspolitischen Schulung durch den Verband.

Veröffentlichungen: Alkohol und Trinkzwang, DCZ 45 (1928/29), S. 233-240

Literatur: Roestel, Dr. Krohne und wir jungen Corpsstudenten, DCZ 45 (1928/29), S. 379f.; Ministerialdirektor Dr. Otto Krohne †, DCZ 46 (1929/30), S. 12-14

 

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