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N 10 - Herbert Neupert

Bestände (KSCV)

N 10 - Herbert Neupert

Laufzeit: unbekannt

Biographie: Herbert Neupert, geboren am 4. Februar 1911, studierte nach dem Abitur am Gymnasium Ruthenum in Gera (1929) Jura in Bonn, München und Jena. 1937 trat er als Assessor bei der Staatsanwaltschaft in Altenburg in den Justizdienst, wechselte aber bald in das Reichswirtschaftsministerium in Berlin. 1939 bis 1941 war er mit der Umsiedlung von Baltendeutschen betraut. 1943 wurde er Hauptgeschäftsführer der Hauptgruppe gewerbliche Wirtschaft in Krakau. Ab 1943 leistete er Kriegsdienst. Ab 1945 in Buchenwald in sowjetischer Internierungshaft ließ er sich nach der Entlassung 1950 in Berlin nieder, wurde dort für den Verband Berliner Im- und Exporteure tätig und war nach Gründung der Industrie- und Handelskammer mit dem Aufbau der Außenhandelsabteilung und des Exportbüros der Berliner Absatzorganisation beauftragt. 1951 erhielt er einen Lehrauftrag an der TU Berlin über Grundlagen und Technik des Exports. Im gleichen Jahr trat er in die Abteilung Seeverkehr des Bundesverkehrsministeriums ein und avancierte zum Regierungsrat, später Ministerialrat. In dieser Funktion oblagen ihm 1954 bis 1965 die Endverhandlungen aller zwischen der Bundesrepublik Deutschland und anderen Staaten abgeschlossenen Schiffahrtsvereinbarungen. 1965 wurde er Ministerialdirigent und Referatsleiter, 1969 Ministerialdirektor und Leiter der Abteilung Allgemeine Verkehrspolitik und Verkehrswirtschaft. Zeitweilig war er Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). 1973 trat er in den Ruhestand.

Neupert war Aufsichtsratsvorsitzender und später Geschäftsführer der Hochleistungsschnellbahn-Studiengesellschaft in Ottobrunn, ab 1973 Vorsitzender des Verwaltungsrats und Wissenschaftsbeirats der Studiengesellschaft Nahverkehr in Hamburg und bis 1982 stellvertretender Vorsitzender der erweiterten Tarifkommission für den Nahverkehr.

Während seines Studiums in München war Neupert 1929 Mitglied der Transrhenania geworden. 1957 wurde er dort stellv. AH-Vorsitzender, von 1958 bis 1986 war er Altherrenvorsitzender. Transrhenania ernannte ihn 1971 zum Ehrenmitglied. 1986 verliehen ihm Ratisbonia und Budissa das Band. Von 1967 bis 1971 war Neupert stellvertretender VAC-Vorsitzender, ab 1972 Mitglied der Verbändekommission und ab 1975 Vorstandsmitglied des AHSC Bonn. 1975 bis 1986 war er Beauftragter des VAC-Vorstandes im Beirat des von ihm mitgegründeten Verbandes für Studentenwohnheime e. V. 1983 bis 1996 war er Vorsitzender des Verbandes. In seiner Bonner Zeit fungierte er außerdem viele Jahre als Vorsitzender Arbeitskreises Bonner AH-Verbände. Neupert wurde mit der VAC-Silberschale und mit der Fabricius-Medaille (1992) ausgezeichnet.

Bestand: Der Bestand enthält neben Unterlagen zu Transrhenania und dem Magdeburger Kreis auch umfangreiches Material aus der Arbeit des Arbeitskreises Bonner Korporationen (ABK) und Bonner AH-Verbände.

 

Eigene Veröffentlichungen: Die Hauptgruppe Gewerbliche Wirtschaft und Verkehr und der Umbau der wirtschaftlichen Selbstverwaltung im Reich, in: Die Wirtschaftliche Leistung I. Jg., Heft 2; Die Organisation der gewerblichen Wirtschaft im Generalgouvernement. Kommentar zur Verordnung über den Aufbau der Hauptgruppe gewerbliche Wirtschaft und Verkehr in der Zentralkammer für die Gesamtwirtschaft im GG, Krakau o. J.

Literatur: Friedhelm Golücke: Verfasserlexikon zur Studenten- und Hochschulgeschichte, Köln 2004, S. 246-248; Vetter: Min. Dir. a. D. Dr. Herbert Neupert Transrhenaniae EM 75 Jahre, DCZ 2/1986, S. 19.

 

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