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Emil Lademann

Alphabetische Liste (KSCV)

Emil Lademann

Emil Lademann

Marchia Berlin EM

* Berlin 27. 11. 1839
† 12. 3. 1912

L. wuchs in Berlin auf und absolvierte dort auch das Jurastudium. Okt. 1861 Einjährig-Freiwilliger im 1. Garde-Dragoner-Regiment, 1862 Eintritt in den Justizdienst, 1864 Teilnahme am Krieg in Schleswig-Holstein im Kürassier-Regiment Nr. 6, während des Feldzugs zum Leutnant befördert, 1866 mit dem 6. schweren Landwehr-Reiterregiment im Krieg gegen Österreich und 1870 im Frankreich-Feldzug, zuletzt Rittmeister der Landwehr. Am 16. 9. 1867 bestand L. das Assessorexamen, wurde am 1. 5. 1875 Staatsanwaltsgehilfe beim Berliner Stadtgericht, 2. 7. 1875 Staatsanwalt, 1. 10. 1879 im Zuge der Reorganisation der Justiz zum Staatsanwalt am Kammergericht ernannt. 1884 Rat 4. Klasse, 1. 4. 1892 Erster Staatsanwalt beim Landgericht Berlin II, 2. 6. 1902 Charakter als Geh. Justizrat. 1. 10. 1905 im Ruhestand. Ihm angeboetene Präsidentenstellen außerhalb Berlins schlug er im Laufe seiner Dienstzeit mehrfach aus.

Am 26. 4. 1858 bei Marchia admittiert, am 8. 2. 1859 recipiert bekleidete L. die dritte, zweite und erste Charge. Während seiner Aktivenzeit, die bis zum Sommersemester 1861 andauerte und in der 42 Partien focht, prägte er das Corps so nachhaltig, dass er bei seinem Abgang von der Universität zum Ehrencorpsbursch ernannt wurde. In seinerm Seniorsemester hielt L. auch die Festrede auf die akademische Freiheitbeim 50. Stiftungsfest der Universität und war Delegierter bei den Jubiläumsfeiern der Universitäten Greifswald und Würzburg. Als Marchia als Spätfolge des Deutsch-Französischen Krieges 1875 suspendierte, organisierte L. die Stiftungsfeste in Berlin und sorgte bis zur Rekonstitution 1889 für den Zusammenhalt der Corpsbrüder.

Von 1877 bis 1911 war L. als Mitglied des Komitees zur Organisation der Berliner Kommerse alter Corpsstudenten der Hauptorganisator dieser zentralen Festveranstaltung der Corpsstudenten in der Reichshauptstadt. Bis 1911 leitete er persönlich die Kommerse, die zunächst in den „Reichshallen“, später in der "Philharmonie" und  ab 1907 in den Ausstellungshallen am Zoologischen Garten stattfanden und unter seiner Ägide eine Zahl von über 1650 Teilnehmern und mehr als 1000 Gästen erreichten (1912). Anlässlich seines gesundheitsbedingten Ausscheidens wurde er 1912 zum Ehrenpräsidenten des Kommerskomitees ernannt. 1894 lehnte er den Vorsitz des Gesamtausschusses Berlin unter Hinweis auf seine vielfältigen Aktivitäten ab; er wurde aber im April 1903 als Nachfolger des verstorbenen Arthur Parcus zum Mirtglied des Gesamtausschusses gewählt.

Literatur: AM 22 (1905/06), S. 163; J[ohn] Koch: † Emil Lademann, Marchiae Berlin EM, AM 29 (1912/13), S. 3-9; In memoriam! In Dankbarkeit für Emil Lademann, Christian Meisner, John Koch, EuJ 5 (1960), S. 118-121

 

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