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Walter Richter

Walter Richter

Vandalia Rostock

* Boizenburg 30.11.1906
† Hannover 27.11.1979

Stud. jur. an der Handelshochschule Berlin und an der Universität Rostock. Dr. jur.; Richter in Mecklenburg und Scxhlesien. Nach 1945 Rechtsanwalt, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. 1959 Justiziar der Kali-Chemie AG.

Richter war seit 1933 Angehöriger der Vandalia Rostock. Ein Namen machte er sich unter anderem als Studentenhistoriker, besonders auf dem Gebiet der Stammbuchforschung des 18. Jhds. und für die Erforschung der mecklenburgischen (vandalischen) Studentenverbindungen.

Veröffentlichungen: Die Landsmannschaft der Mecklenburger im 18. Jahrhundert, EuJ 20 (1975), S. 7-32; Die vandalische Verbindung zu Rostock 1750-1824, EuJ 21 (1976), S. 15-55

 

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(Kösener Archiv)

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Archiv der Weinheimer Corpsstudenten (WSC-Archiv)

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Institut für Hochschulkunde
Oswald-Külpe-Weg 74
Campus Hubland Nord
97074 Würzburg

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N 8 - Adolf Lohmann

Laufzeit: 1930-1965

 

Biographie: Adolf Lohmann wurde am 30. Juli 1892 in Neunkirchen/Saar als Sohn des Bergwerksdirektors Hugo Lohmann geboren. Er besuchte das Johannes-Gymnasium in Breslau, wo er 1910 sein Abitur ablegte. In der Berufswahl folgte er seinem Vater und absolvierte zunächst ein praktisches Jahr als Bergbaubeflissener, ehe er sich in Marburg, Würzburg und Berlin dem Studium des Bergfachs widmete. Lohmann wurde am 25. November 1911 bei Teutonia Marburg, 1912 bei Moenania recipiert. In Würzburg bekleidete er die zweite Charge. 1914 bestand er das Examen zum Bergreferendar. Seine weitere Ausbildung verhinderte der Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Lohmann wurde Soldat und stand zuletzt als Leutnant der Reserve beim Garde-Schützen-Bataillon. 1919 beendete er seine Studien mit dem Bergassessorexsamen und arbeitete in den folgenden Jahren meist im Kali-Bergbau, u.a. bei der Wintershall AG, dann als Bergwerksdirektor im niedersächsischen Erdölgebiet. 1938 übernahm er die technische Gesamtleitung im Vorstand der Bergbau AG Lothringen in Bochum. Bei Kriegsende wurde er in einem britischem Internierungslager inhaftiert. Nach seiner Entlassung (1947) zwangen ihn die während der Internierung erlittenen gesundheitlichen Schäden zum Eintritt in den Ruhestand.

Lohmann ließ sich in Castrop-Rauxel, später in Bochum nieder und beteiligte sich dort maßgeblich am Wiederaufbau des VAC. Am 3. Mai 1948 gehörte er zu den Mitgründern des AHSC Castrop-Rauxel, im Mai 1949 engagierte er sich bei der Bildung des Ruhrarbeitskreises, aus dem heraus im Oktober 1950 auf dem Abgeordnetentag von Altena der Verband rekonstituiert wurde. Lohmann war ab 1950 zunächst erster Leiter des Verfassungsamtes des VAC und übernahm 1951 den Vorsitz der Statutenkommission, den er bis 1958 inne hatte. Unter seiner Leitung entstanden die Neufassung der Kösener Statuten (KSt.) von 1955 und die Kösener Ehrenordnung (KEO) von 1958. Zwischen 1956 und 1962 gehörte er für den Großbezirk Ostruhr dem Gesamtausschuss des VAC an. Für seine Verdienste verlieh ihm der VAC die VAC-Silberschale. Adolf Lohmann starb am 25. September 1962 in Berleburg während eines Erholungsurlaubs im Sauerland. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof in Bochum-Grumme.

Bestand: Der Nachlass Lohmann wurde offenbar bald nach seinem Tod an das Archiv übergeben. Eine Abgabeliste lag nicht vor. Schwerpunkte der Überlieferung bilden seine Tätigkeit im Gesamtausschuss und in der Statutenkommision (Rekonstitution des VAC 1950, Arbeiten an der Kösener Ehrenordnung, Fragen der Mensur und Satisfkation). Der Gesamtbestand umfasst 0,5 lfd. Meter, die im Januar 2008 durch den Unterzeichner geordnet, bewertet und verzeichnet wurden. Kassiert wurden die im Bestand S 5 überlieferten oAT-Verhandlungsberichte. Parallelüberlieferungen befinden sich im Bestand A 3 (VAC-Vorstand). Nutzungsbeschränkungen bestehen nicht.

Eigene Veröffentlichungen: Chronik des Kösener SC-Verbandes 1918-1933, EuJ 5 (1960), S. 3-31;Die Ehrenordnung des Kösener SC-Verbandes, in: Handbuch des Kösener Corpsstudenten, hrsg. von Gerd Schaefer-Rolffs und Oskar Scheunemann, Bochum 1965, S. 115-121.

Weiterführende Literatur: Nachruf Adolf Lohmann, DCZ 66 (1965), S. 207f.; Herzog, In memoriam Adolf Lohmann, Ebd., S. 252

 

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Impressum

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Registergericht: AG Stendal
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Büro des VAC in Bad Kösen
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Vertretungsberechtigter Vorstand: Alexander Junge
Registergericht: AG Weinheim
Registernummer: VR 129
Büro des WVAC in Weinheim
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69469 Weinheim

 

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Willkommen auf den Seiten des Kösener und Weinheimer Archivportals!

Das Archiv des Kösener Senioren-Convents-Verbandes und des Verbandes Alter Corpsstudenten e. V. (Kösener Archiv) und das Archiv der Weinheimer Corpsstudenten (WSC-Archiv) bewahren die Schriftgutüberlieferung zweier studentischer Korporationsverbände, deren Bestände bis in das 18. Jahrhundert zurückreichen.

Der Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV), 1848 in Jena gegründet, ist der älteste Verband studentischer Korporationen in Deutschland. Der VAC als Zusammenschluss der "Alten Herren" entstand 1888 und erhielt 1898 die Rechte einer juristischen Person. Beiden Verbänden gehören heute über die einzelnen Mitgliedsverbindungen (Corps) zusammen rund 18.000 Mitglieder an. Ihr Archiv, das neben der zentralen Überlieferung der beiden Verbände auch andere studenten- und hochschulgeschichtliche Sammlungsbestände verwahrt, befindet sich seit 1935 im Institut für Hochschulkunde in Würzburg.

Der Weinheimer Senioren-Convent (WSC) war urspünglich der Verband der Corps an den Technischen Hochschulen in Deutschland und der Schweiz. Gegründet 1863 durch die SC zu Karlsruhe, Stuttgart und Zürich, breitete er sich später auch auf andere Technische Hochschulen und die Bergakademien in Freiberg i. Sa. und Clausthal aus. Archiv des KSCV und des WSC1934 vereinigte er sich mit dem als Verband von Korporationen an Veterinärmedizinischen Hochschulen gegründeten Rudolstädter Senioren-Convent (RSC), der schon Anfang des 20. Jahrhunderts auch an Universitäten und anderen Hochschularten Fuß gefasst hatte. Heute haben der WSC und der Weinheimer Verband Alter Corpsstudenten (WVAC) etwa 9200 Mitglieder.

Über die engere Geschichte der Verbände und ihrer Einzelkorporationen hinaus ist ihre archivische Überlieferung auch für die allgemeine Hochschul- und Studentengeschichte von Interesse. Die Corps und ihre örtlichen Senioren-Convente (SC) nahmen an vielen Universitäten Funktionen studentischer Selbstverwaltung und Repräsentation wahr. Auch wenn der Alleinvertretungsanspruch nach 1850 zunehmend von anderen Korporationen und Freistudenten infrage gestellt wurde, blieb den SC bis ins 20. Jahrhundert hinein eine repräsentative Vorrangstellung. Zwischen den beiden Weltkriegen bauten die Corps ihren hochschulpolitischen Einfluss durch Kooperationen mit anderen Korporationsverbänden wieder aus. Mit den Archiven des Allgemeinen Deutschen Waffenrings (ADW) und des Erlanger Verbände- und Ehrenabkommens (EVA), die im Kösener Archiv überliefert sind, ist auch diese Phase dokumentiert.

Das Kösener und Weinheimer Archivportal gibt einen Überblick über die vorhandenen Archivalien in den beiden Verbandsarchiven. Zugleich ermöglicht es einen Zugriff auf die Bestände einzelner Corpsarchive und bündelt so das gesamte Kösener und Weinheimer Archivwesen auf einer Plattform. Die unter "Einzelne Corpsarchive" aufgeführten Archive befinden sich allerdings nicht im Institut für Hochschulkunde und können nur bei den jeweiligen Corps eingesehen werden.

Daneben versteht sich das Archivportal als digitales Informationsangebot zur Geschichte der Corpsverbände. Relevante Quellen aus den Archiven (Publikationen der Verbände, Satzungen und Statuten, Protokolle, Schlüsseldokumente zur Verbandgeschichte) werden nach und nach digitalisiert und im Bereich Digitales Archiv online zugänglich gemacht.

 

Dr. Florian Hoffmann
Bernhard Edler von Lapp (Kustos des Kösener Archivs)